enercity Contracting GmbH Neubau Klärschlammverwertungsanlage (KVA) Hannover-Lahe

Die enercity Contracting GmbH errichtet am Standort Hannover-Lahe, auf dem Gelände der aha-Deponie direkt neben der EEW-Müllverbrennungsanlage, eine neue Klärschlammverwertungsanlage (KVA).

Die Aufnahme des Regelbetriebes ist zum Januar 2023 geplant und ab dann wird diese Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage jährlich ca. 130.000 Tonnen entwässerter Klärschlamm bzw. 30.000 Tonnen Trockenmasse (TM) aus kommunalen Kläranlagen verwerten können.

Die durch die Verbrennung des Klärschlamms erzeugte Wärme wird ins Fernwärmenetz der Enercity AG eingespeist und liefert so klimaneutrale Wärme für rund 5.000 Haushalte.

  • Bauherrschaft enercity Contracting GmbH
  • Auftraggeber enercity Contracting GmbH
  • Zeitraum 2017 - 2022, Bauzeit 2020 - 2022
  • Investitionssumme Gesamtinvestition EUR 70 Mio.

Leistungen Fiedler Beck Ingenieure

Als Gesamtplaner Bau ist FBI für die Gesamtleitung der Architektur-, Tragwerksplanungs- und Gebäudetechnikleistungen verantwortlich. Dazu gehört auch das architektonische Konzept, das aus der Feder von Martin Rosentreter stammt.

In der Funktion als Bauleitung/Bauüberwachung leitet FBI vor Ort die Arbeiten aller bautechnischen Gewerke und gewährleistet die Koordination mit den Arbeiten der Verfahrenstechnik.

  • Gesamtplaner Bau
  • Genehmigungsantrag, Abstimmung mit Behörden und externen Sachverständigen
  • Architektonisches Konzept
  • Ausführungsplanung Bautechnik
  • Ausführungsplanung TGA/HLKS
  • Ausschreibungen und Vergaben
  • Bauleitung/Bauüberwachung
  • Fachbauleitung TGA/HLKS

Bautechnik

Die Anlage hat einschliesslich des Betriebsgebäudes eine Grundfläche von ca. 2.700 m² und einen umbauten Raum von 70.900 m³. Die Aussenmasse betragen 62m x 45m (L x B). Der tiefste Punkt des Gebäudes – die Sohle des Klärschlamm-Annahmebunkers - liegt bei -6,00m und der höchste Punkt – das Dach des Treppenhauses - befindet sich auf +33.00m. Die Ebenen werden im Bereich zwischen Betriebsgebäude und Kesselhaus durch ein Sicherheitstreppenhaus und einen Aufzug erschlossen. Zusätzlich wird das Kesselhaus über einen aussenliegenden Stahltreppenturm erschlossen.

Die Sohle und die Wände des Klärschlammbunkers sind als WU-Konstruktionen in Stahlbeton erstellt. Die Wände sind zudem durch aussenliegende Stahlbetonlisenen verstärkt. Die Tragkonstruktion des Daches ist als Flachdach aus Stahlbetonbindern hergestellt und die Eindeckung besteht aus Stahlbeton-Fertigteilplatten.

Das 2-stöckige Betriebsgebäude ist als Stahlbeton-Skelettbau ausgebildet und hat ein abdichtungsfreies Stahlbeton-Flachdach aus WU-Beton. In diesem Gebäudeteil sind im EG u.a. die Werkstatt, das Lager sowie die Mittelspannungs- und Niederspannungshauptverteilung, die Brandmeldezentrale und die Trafos angeordnet. Eine Etage darüber befinden sich u.a. die Leitwarte, der Leittechnikraum, die Haustechnik-Zentrale sowie Büros, Besprechungsräume und Umkleideräume.

Das Kesselhaus grenzt an den Bunker und an das Betriebsgebäude an. Es ist als erdgeschossiger Bau erstellt, in welchem die Erschliessung der verfahrenstechnischen Anlagen durch umlaufende Gitterrostbühnen erfolgt. Die Aussenwände des Kesselhauses sind als Stahlleichtbau-Konstruktion mit einer Fassade aus Stahlkassetten mit Trapezblechbekleidung ausgeführt. Das Flachdach ist mittels Stahlfachwerkbindern mit Stahltrapezeindeckung erstellt. Im Kesselhaus integriert befindet sich das Turbinengebäude, welches komplett aus Stahlbeton mit einer begehbaren Stahlbetondecke gebaut wurde.

Komplexität

  • Flachgründung in kontaminiertem Baugrund
  • Errichtung des Tiefbunkers mit Bohrpfahlwand und Unterwasser-Betonsohle
  • Abdichtung des Tiefbunkers wegen Grundwasser mit starkem, chemischen Angriff
  • WU-Konstruktionen (Bunker, Dach Betriebsgebäude)
  • Errichtung von Bunker und Treppenhäusern in Gleitbauweise
  • Von der Verfahrenstechnik geprägter Bau

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